November in Prag: die Stadt ohne ihr Kostüm
November ist der Monat, in dem Prag aufhört, für Besucher eine Vorstellung zu geben, und einfach seinen Alltag lebt. Die Sommerströme sind längst vorbei. Das Gerüst für den Weihnachtsmarkt ist auf dem Altstädter Ring noch nicht aufgestellt. Das Burggelände, die Synagogen in Josefov, die Museen — alles ist so ruhig wie selten im Jahr. Man kann an einem Dienstagmorgen Mitte November im Mittelschiff des Veitsdoms stehen, kaum eine Handvoll anderer Besucher um sich, die weite steinerne Stille des gotischen Gewölbes hören und verstehen, warum dieses Gebäude existierte, bevor die Tourismuswirtschaft es entdeckte.
Die Kälte kommt ernsthaft — 2 bis 8 °C täglich, mit dem ersten Schneefall möglicherweise schon ab Ende Oktober. Es ist wirklich frisch, besonders auf dem steinbepflasterten Burgberg (Hradčany) und entlang der exponierten Flussufer. Doch das Prager Innenleben — Cafékultur, Weinbars, Kneipenmusik, Kammerkonzerte — ist im November außerordentlich gut. Die Spiegelkapelle des Klementinums fasst vielleicht 150 Personen an einem Novemberabend und ist oft kaum halb besetzt. Ein Dvořák-Quartett in der Spanischen Synagoge um 19:30 Uhr, mit Frost an den Fenstern und hundert Menschen im Saal, ist ein anderes und wohl edleres Erlebnis als dasselbe Konzert inmitten des sommerlichen Touristengedränges.
Wetter und Packliste
Der November hat im frühen Monat eine Tageshöchsttemperatur von 8 °C (46 °F), die bis zum Monatsende auf 4 °C (39 °F) sinkt. Die Tiefstwerte liegen bei 2–4 °C. Der Monat ist überwiegend grau und bedeckt — November ist Prags bewölktester Monat. Schnee ist ab Mitte November möglich, aber vor Dezember nicht zuverlässig.
Packliste: Warme Winterschichten. Thermounterwäsche, Fleece-Zwischenlage, echter Wintermantel. Mütze, Handschuhe und Schal sind ab Monatsmitte unverzichtbar. Wasserfeste Stiefel mit gutem Profil für eventuell vereistes Kopfsteinpflaster.
Gedränge und Preise
November ist außerhalb des Wochenendes rund um den Jahrestag der Samtenen Revolution (17. November) einer der ruhigsten Monate:
- Hotels: 55–75 €/Nacht für zentrale 3-Sterne-Doppelzimmer (1.400–1.905 CZK) — einige der niedrigsten Preise des Jahres. Das Wochenende rund um den 17. November bringt einen kleinen Aufschlag durch inländischen Reiseverkehr.
- Prager Burg: Täglich ohne Anstehen, sofort eintreten.
- Museen: Kein Warten, kein Gedränge. Alles entspannt und gemächlich.
- Restaurants: Nur am Wochenende rund um den Jahrestag empfiehlt sich eine Reservierung. Im übrigen November sind Lokale ohne Weiteres spontan zugänglich.
Was ist im November los?
Jahrestag der Samtenen Revolution (17. November): Die Samtene Revolution begann am 17. November 1989, als Studenten, die an einen Naziüberfall von 1939 erinnerten, von der Polizei niedergeschlagen wurden — der Auslöser des landesweiten friedlichen Aufstands, der der kommunistischen Herrschaft ein Ende setzte. Prag begeht diesen Tag mit Zeremonien auf der Národní třída (Nationalstraße, wo der Polizeieinsatz von 1989 stattfand), am Wenzelsplatz und am Gedenkstein der Samtenen Revolution. Es ist ein bewegender und echter nationaler Moment — Politiker, Studenten und Bürger versammeln sich zu Reden und Kerzenzündungen.
Winterkonzertsaison in vollem Gang (gesamter November): Die Tschechische Philharmonie, das Ständetheater, das Rudolfinum, das Klementinum und die Spanische Synagoge führen alle Winterprogramme durch. November ist eine gute Zeit für klassische Musik — die Säle sind warm, die Akustik exzellent, und Karten sind leicht zu bekommen.
Vorbereitung der Weihnachtsmärkte (Ende November): Ab Ende November beginnt der Aufbau von Gerüst und Marktständen auf dem Altstädter Ring. In manchen Jahren öffnet der Weihnachtsmarkt am letzten Novemberwochenende (Termine variieren — prüfen Sie prague.eu). Wenn dies der Fall ist, verbindet sich die Erstmarkt-Stimmung mit niedrigem Besucheraufkommen und frischer Luft zu etwas Besonderem.
Martinstagwein (11. November): Mladé víno (Jungwein, ähnlich wie Beaujolais Nouveau) wird am Martinstag, dem 11. November, ausgeschenkt. Prager Weinbars feiern mit dem ersten Glas des neuen Jahrgangs. Ein schöner Anlass für einen Abend in Vinohrady.
Was geöffnet ist, was geschlossen ist
- Prager Burg: Wechselt ab 1. November zu Winteröffnungszeiten (9–16 Uhr).
- Petřín: Täglich 10–20 Uhr geöffnet.
- Biergärten: Geschlossen. Die Prager Kneipenkultur dominiert vollständig.
- Flusskreuzfahrten: Abendkreuzfahrten mit reduziertem Fahrplan; Sightseeingfahrten nur bei mildem Wetter.
- Freibäder: Alle geschlossen.
Die besten Dinge im November
1. Prager Burg in der Stille. Die Novembereinsamkeit auf der Burg ist ein Privileg, das in Reisebeschreibungen kaum erwähnt wird. Durchstreifen Sie den Veitsdom, den Alten Königspalast und die Goldene Gasse in nahezu absolutem Schweigen. Die mittelalterliche Atmosphäre ist greifbar, wenn der Touristenfilm sich hebt.
2. Teilnahme an der Gedenkfeier der Samtenen Revolution. Selbst wer keinen persönlichen Bezug zur tschechischen Geschichte hat — auf der Národní třída an der Kerzengedenkstätte am 17. November zu stehen, ist aufrichtig bewegend. Die Ereignisse von 1989 waren außergewöhnlich, und die Prager erinnern sich ernsthaft daran.
3. Rundgang zur Kommunismus-Geschichte. Das Museum des Kommunismus in der Nähe des Wenzelsplatzes und die geführten Stadtführungen zur kommunistischen Geschichte sind das ganze Jahr über empfehlenswert, wirken aber im November rund um den Jahrestag besonders eindringlich.
4. Konzert im Klementinum oder in der Spanischen Synagoge. Buchen Sie ein Barock- oder Kammerkonzert in der Spiegelkapelle des Klementinums oder der Spanischen Synagoge in Josefov. Im November sind diese Räume intim und ruhig. Das maurische Interieur der Spanischen Synagoge ist einer der schönsten Räume Prags.
5. Wyschehrad (Vyšehrad) erkunden. Die Kalksteinfestung südlich der Altstadt — weniger besucht als die Burg — hat einen Park, eine neogotische Kathedrale und den berühmten Slavín-Friedhof, auf dem Dvořák, Smetana, Mucha und Čapek begraben liegen. In der laubbaren Novemberatmosphäre ist er eindringlich schön. Straßenbahn 7 oder 18 vom Zentrum.
Mustertag im November
9–11 Uhr: Frühstart auf der Prager Burg, Ankunft kurz nach 9 Uhr. Kein Andrang, kühle Morgenluft, fahles Winterlicht im Dom. Rückweg durch Malá Strana (Kleinseite) zu einem Café für ein zweites Frühstück.
11–13 Uhr: Josefov — alle sechs Synagogen zugänglich, die Gedenkwände der Pinkas-Synagoge ohne Gedränge zu lesen. Die Altneu-Synagoge ohne Wartezeit.
13–15 Uhr: Mittagessen in einer richtigen tschechischen Kneipe — U Fleků in der Křemencova ulice ist das älteste Brauerei-Wirtshaus Prags (gegründet 1499) und braut ein dunkles Lager vor Ort. Preisgünstig und historisch interessant.
15–17 Uhr: Mucha-Museum oder Museum des Kommunismus — beide warm, interessant und im November völlig unüberfüllt.
17–19 Uhr: Früher Abend in Vinohrady — Martinstagwein in einer Weinbar, wenn die Terminierung passt, oder ein Glas mährischen Rotwein beim Kerzenlicht in einer Bar in der Mánesova ulice.
Ab 19:30 Uhr: Klassisches Konzert — Spiegelkapelle, Spanische Synagoge oder Ständetheater. Tags zuvor buchen; Verfügbarkeit ist einfach.
Häufige Fragen zu Prag im November
Was ist die Samtene Revolution, und warum begeht Prag den 17. November?
Die Samtene Revolution war der friedliche Aufstand im November 1989, der 41 Jahre kommunistischer Herrschaft in der Tschechoslowakei beendete. Er begann, als Polizisten am 17. November auf der Národní třída studentische Demonstranten niederschlugen. Die friedlichen Proteste eskalierten rasch; bis zum 29. November war die führende Rolle der Kommunistischen Partei aus der Verfassung gestrichen. Die Revolution war vollständig. Prag begeht den 17. November mit öffentlichen Zeremonien — es lohnt sich, dabei zu sein, wenn man in dieser Zeit in der Stadt ist.
Ist es im November zu kalt, um Prag zu genießen?
Nein — 4–8 °C ist frisch, aber mit der richtigen Winterkleidung völlig beherrschbar. Das Wesentliche sind warme Schichten und gute wasserfeste Stiefel. Die Innenkultur Prags (Cafés, Kneipen, Konzertsäle, Galerien) ist exzellent; Aufenthalte im Freien erfordern einfach angemessene Kleidung.
Wann öffnen die Weihnachtsmärkte in Prag?
In der Regel am letzten Samstag im November oder ersten Samstag im Dezember. Das genaue Datum variiert von Jahr zu Jahr — prüfen Sie prague.eu Anfang November für die aktuellen Daten. 2026 wird die Eröffnung Ende November erwartet.
Passiert im November in Prag überhaupt etwas?
Ja: der Jahrestag der Samtenen Revolution (17. November), Neuweinausschank am Martinstag (11. November), Beginn des Weihnachtsmarktaufbaus, eine volle klassische Winterkonzertsaison und die Kommunismus-Gedenkprogramme. Es ist ruhiger als andere Monate, aber kulturell keineswegs leer.
Sind Flüge im November günstiger?
Ja — November ist einer der günstigsten Flugmonate nach Prag (zusammen mit Januar, Februar und Mitte Oktober). Ausnahmen sind das Eröffnungswochenende des Weihnachtsmarkts und lange tschechische Nationalfeiertage.
Eine perfekte Woche im November
Sieben Tage in Prags ruhigster Jahreszeit — konzipiert für Museumsimmersion, Geschichte der Samtenen Revolution und die Entdeckung der Prager Innenkultur.
Montag — Prager Burg um 9 Uhr. Sofort eintreten — kein Anstehen. Veitsdom in nahezu vollständiger Stille; das Novemberlicht durch das Westfenster ist kalt, grau und absolut schön. Goldene Gasse und Alter Königspalast in Ruhe. Ausgang über Malá Strana. Kaffee im Café Savoy in Smíchov (Vítězná 5, kurzer Fußweg über die Palacký-Brücke).
Dienstag — Josefov (Jüdisches Viertel). Alle sechs Synagogen ohne den sommerlichen Druck zugänglich. Die Pinkas-Synagoge — ihre Wände mit 77.297 Namen tschechisch-jüdischer Shoah-Opfer beschriftet — wirkt am stärksten, wenn man ruhig stehen und lesen kann. Alter Jüdischer Friedhof ungestört. Nachmittag: Nationalmuseum am Wenzelsplatz. Abend: Konzert in der Spiegelkapelle des Klementinums.
Mittwoch — Holešovice und industrielles Erbe. Nationales Technisches Museum (Kostelní 42), dann DOX-Galerie (Poupětova 1). Mittagessen im Café Jedna in Holešovice. Nachmittag: Stromovka-Park (die letzten Herbstblätter, kahle Äste, Stille). Abend: Kneipe U Sadu in Žižkov für tschechische Bierkultur in ihrer natürlichen Umgebung.
Donnerstag — Gedenkfeier 17. November (falls man zu diesem Datum anwesend ist). Morgen: Národní třída, 10 Uhr — die Tafel und das Mahnmal, wo 1989 die Studentendemonstranten niedergeschlagen wurden. Nachmittag: Museum des Kommunismus in der Nähe des Wenzelsplatzes für den vollen historischen Kontext. Abend: Kerzenzündungszeremonie am Mahnmal der Národní třída (beginnt bei Einbruch der Dunkelheit, ca. 16:30 Uhr).
Freitag — Wyschehrad (Vyšehrad). Straßenbahn 7 vom Zentrum (Haltestelle Albertov). Durch die Festung zum Slavín-Pantheon-Friedhof — Dvořák, Smetana, Mucha, Jan Neruda, Karel Čapek sind hier begraben. Die kahle Novemberatmosphäre macht ihn tiefgreifend still. St.-Peter-und-Paul-Kathedrale (Neugotik, freier Eintritt). Klippenspaziergang über der Vltava-Biegung. Nachmittag: Weinbars in Vinohrady für Martinstags-Mladévíno, wenn die Saison noch läuft.
Samstag — Malá Strana (Kleinseite) intensiv. Kirche Unserer Lieben Frau am Sieg (Prager Jesulein — frei). Vrtba-Garten (saisonal prüfen, ob geöffnet). Handwerkläden in der Nerudova ulice ohne Touristendruck. Café U Malé velryby (Kleiner Wal, Maltézské náměstí 11) zum Mittagessen. Nachmittag: Franz-Kafka-Museum (Cihelná 2b). Abend: Ständetheater für Oper oder Konzert.
Sonntag — Ruhiger Vinohrady-Morgen. Kirche des Heiligsten Herzens Jesu am náměstí Jiřího z Poděbrad (eine modernistische Kirche aus den 1930er Jahren, die die meisten Besucher nie finden). Bauernmarkt, falls noch geöffnet (Náplavka operiert im November mit reduziertem Samstagsbetrieb — naplava.cz prüfen). Letzter Nachmittag: Klassisches Konzert in der Spanischen Synagoge.
Drei unverzichtbare Veranstaltungen im November 2026
Jahrestag der Samtenen Revolution (17. November 2026, Národní třída und Wenzelsplatz). Prag gedenkt des Aufstands von 1989, der der kommunistischen Herrschaft ein Ende setzte. Um 16–17 Uhr auf der Národní třída, nahe der Tafel, die den Ort markiert, wo am 17. November 1989 Studenten niedergeschlagen wurden, legen Bürger Blumen und Kerzen nieder. Um 17 Uhr versammeln sich am Wenzelsplatz politische und kulturelle Persönlichkeiten zu Reden. Keine Tickets; kein formelles Programm. Einfach am frühen Nachmittag zur Národní třída gehen. Die Veranstaltung ist ruhig, würdevoll und aufrichtig bewegend — keine Touristenshow, sondern ein echter jährlicher Akt demokratischer Erinnerung.
Martinstags-Jungwein (11. November 2026, Weinbars in ganz Prag). Am Martinstag schütten tschechische und mährische Winzer ihr Mladé víno (Jungwein, ähnlich wie Beaujolais Nouveau) aus — der erste Schluck des Jahrgangsweins. Prager Weinbars in Vinohrady und Žižkov feiern mit dem ersten Glas. Achten Sie auf „Svatomartinské víno”-Schilder in Weinbarfenstern entlang der Mánesova ulice und Blanická ulice. Ein 0,15-Liter-Glas kostet ca. 3–4 € (76–102 CZK).
Winterkonzertsaison eröffnet vollständig (gesamter November, Rudolfinum/Ständetheater/Klementinum). November ist der ruhigste und am leichtesten buchbare Monat für Prags klassische Musikveranstaltungsorte. Das Novemberprogramm der Tschechischen Philharmonie umfasst Brahms, Bruckner und tschechische Romantik. Das Ständetheater zeigt Mozart und Verdi. Spiegelkapellen-Konzerte sind selten mehr als halb ausgebucht. Noch in derselben Woche oder sogar am gleichen Tag buchen. Karten ab 15 € (380 CZK).
Bestes Fotomotiv im November
Mittelschiff des Veitsdoms um 10:30 Uhr — Novembergraues Licht durch das Westfenster. Das Westrosenfenster des Veitsdoms wurde 1921 von František Kysela, einem Zeitgenossen Alfons Muchas, im Jugendstil gestaltet und zeigt die Erschaffung der Welt. Im Sommer ist es sichtbar, aber in den Menschenmassen schwer zu fotografieren. Im November kann man um 10:30 Uhr in nahezu vollständiger Stille am Westende des Mittelschiffs stehen und die gesamte Ost-West-Perspektive rahmen: das Mittelschiff in hellem Stein, der Chor in der Ferne und das Fenster im Hintergrund, das das kühle Novemberlicht in Rot, Blau und Gold bricht. Verwenden Sie ein Weitwinkelobjektiv (16–24 mm) bei f/4–5,6 für ausreichend Schärfentiefe.
Alternative: Altstädter Ring um 8:30 Uhr — leerer Novembermorgen. Der Weihnachtsmarkt ist noch nicht aufgebaut (Anfang November) oder die Stände sind noch geschlossen (Mitte November). Die gesamte Breite des Platzes mit Teynkirche, Astronomischer Uhr und Barockfassaden ist ohne eine einzige Person im Bild zu sehen. Das Novemberlicht ist kühl und blaugrau — anders als das sommerliche Gold, aber mit einer eigenen grafischen Qualität.
Was Einheimische im November tun
Museumssamstage. Novembersamstage sind Museumstage für Prager. Das Veletržní palác (Messepalast, Nationalgalerie) in Holešovice zieht mit seiner tschechischen Kunstsammlung des 20. Jahrhunderts ein beständiges einheimisches Publikum an. Das Kunstgewerbemuseum (UPM) am náměstí Jana Palacha ist im November besonders gut besucht — sowohl Einheimische als auch eine Handvoll ausländischer Besucher, gerade genug, um lebendig, aber nicht überfüllt zu wirken.
Samtene-Revolutions-Spaziergang. Viele Prager, besonders jene, die 1989 miterlebt haben, unternehmen am oder um den 17. November einen informellen, privaten Samtene-Revolutions-Spaziergang — sie gehen die Studentenmarschroute von Albertov (dem Innenhof der Medizinischen Fakultät, wo der Marsch begann) bis zur Národní třída nach. Die gesamte Strecke beträgt ca. 2,5 km; der Spaziergang dauert 45 Minuten. Verschiedene Prager Touranbieter bieten diese Route mit historischem Kommentar an.
Jungwein-Abende. Tschechische Winzer veranstalten rund um den Martinstag (11. November) kleine Probe-Abende in Vinohrady-Weinbars. Das sind keine formellen Veranstaltungen, sondern erweiterte Weinbarabende mit anwesenden Produzenten. Achten Sie auf Schilder in Weinbarfenstern in Vinohrady vom 10. bis 15. November.
Kinderfreundliche Aktivität im November
Nationales Technisches Museum (Národní technické muzeum, Kostelní 42, Holešovice). Das größte Technikmuseum der Tschechischen Republik hat einen hallengroßen Ausstellungsbereich mit hängenden Oldtimern, Motorrädern, Flugzeugen und Zügen — die Decke ist mit Fahrzeugen in verschiedenen Höhen bestückt. Die Astronomie- und Fotografiegalerien bieten zusätzliche Tiefe; die Bergbaugalerie hat rekonstruierte Minenschächte. Vollständig beheizt; ein idealer Novembernachmittag. Dienstag–Sonntag 10–18 Uhr geöffnet. Erwachsene 7 €/178 CZK, Kinder 6–15 Jahre 4 €/102 CZK, Familienticket 17 €/432 CZK.
Für Kinder im Alter von 4–8 Jahren: Der Prager Zoo hat im November eingeschränkte, aber vollständige Öffnungszeiten — die beheizten Innenpavillons (Elefanten, Gorillas, Indonesisches Tropenhaus) sind warm und ausgezeichnet. Kombinierbar mit dem Garten von Schloss Troja (kostenlos, direkt neben dem Zoo). Zooeintritt: Erwachsene 12 €/305 CZK, Kinder 8 €/203 CZK. Straßenbahn 112 ab Metro Holešovice.
Budgethinweis für November
November ist außerhalb des Wochenendes rund um den Jahrestag Prags bester Monat für Budgetreisende.
- Hotels (zentrales 3-Sterne-Doppelzimmer): 55–75 €/Nacht (1.400–1.905 CZK). Die günstigsten Preise des Jahres, vergleichbar mit Januar/Februar. Last-Minute-Buchungen (2–3 Tage vorher) liefern oft bessere Preise als Frühbuchungen.
- Im Vergleich zu Juli: 55–65 % günstigere Unterkunft. Dieselbe Prager Burg, dieselben Synagogen in Josefov, dieselben Restaurants — nur ohne Schlangen und ohne Gedränge.
- Klassische Konzerte: Spiegelkapelle und Spanische Synagoge ab 15 € (380 CZK). Dieselben Säle wie im Sommer, ein Drittel des Aufwands zum Buchen.
- Museumseintrittspreise: Ganzjährig unverändert. Familienticket Nationales Technisches Museum 17 €/432 CZK.
Eine 4-tägige Novemberreise (Budget-Hotel, öffentliche Verkehrsmittel, 2 Konzerte, Ausflug, Kneipenmahlzeiten): 250–350 € pro Person aus Mitteleuropa inklusive Billigflug.


