Acht Jahrhunderte Geschichte auf einem Platz
Staroměstské náměstí ist seit dem 12. Jahrhundert das kommerzielle und bürgerliche Zentrum Prags, als ein Markt am Schnittpunkt der Handelsrouten aus Deutschland, Schlesien und Ungarn entstand. Die ungewöhnliche Form des Platzes — weit und unregelmäßig, kein ordentliches Rechteck einer geplanten Stadt — spiegelt sein organisches Wachsen um den ursprünglichen Markt wider.
Das Alte Rathaus (Staroměstská radnice) wurde 1338 gegründet, als Johann von Luxemburg den Bürgern das Recht auf einen eigenen Regierungssitz gewährte. Der Turm wurde im 14. und 15. Jahrhundert errichtet; die berühmte Uhr wurde 1410 unter Meister Mikuláš von Kadaň hinzugefügt. Als die gotische Halle im 15. Jahrhundert ihre heutige Form erreichte, war der Platz bereits Schauplatz wichtiger politischer Ereignisse: Hier wurde Jan Hus vorgeladen, bevor er zum Konzil von Konstanz aufbrach, wissend, dass er nicht zurückkehren würde.
Das dunkelste Kapitel: Am 21. Juni 1621 wurden auf dem Platz 27 böhmische protestantische Anführer nach der Schlacht am Weißen Berg hingerichtet. Die habsburgischen Behörden inszenierten die Hinrichtung als öffentliches Spektakel. Die 27 weißen Kreuze im Pflaster vor dem Alten Rathaus markieren die genauen Positionen der Schafotte. Viele Besucher laufen achtlos darüber; sie verdienen einen Moment der Aufmerksamkeit.
Das 20. Jahrhundert brachte die Zerstörung des Nordflügels des Rathauses durch zurückweichende deutsche Kräfte am 8. Mai 1945, dem letzten Kriegstag in Europa. Ein ausgebrannter Abschnitt des Rathauses stand bis in die 1980er Jahre offen; die heutige Glas-Stahl-Überdachung ersetzte die vorübergehende Lösung. Die bewusste Entscheidung, den zerstörten Flügel nicht im historischen Stil wiederaufzubauen, wird bis heute diskutiert.
Was Staroměstské náměstí wirklich beeindruckend macht
Der Altstädter Ring ist einer jener Orte, die es schaffen, sowohl der meistfotografierte Platz der Stadt zu sein und dennoch — unter den richtigen Bedingungen — durchaus einen Besuch wert zu sein. Der Platz ist auf drei Seiten von Gebäuden aus dem 11. bis 18. Jahrhundert gesäumt: eine gotische Kirche, eine Barockkirche, ein Renaissancepalais, Bürgerhäuser in jedem Stil und das mittelalterliche Rathaus mit seiner berühmten Astronomischen Uhr. Diese Vielfalt an Epochen und Stilen, auf einem einzigen öffentlichen Platz vereint, ist selbst nach mitteleuropäischen Maßstäben ungewöhnlich.
Das Problem liegt in der Mitte: Zwischen 10:00 und 18:00 Uhr ist der Platz im Sommer nahezu überfüllt mit Reisegruppen, Selfie-Stick-Verkäufern, Pferdekutschen und überteuerten Restaurants, die dreimal so viel wie woanders in der Stadt verlangen. Ihn bequem zu erkunden erfordert entweder das richtige Timing oder gedämpfte Erwartungen.
Die Lösung: vor 8:30 Uhr oder nach 21:00 Uhr besuchen. Zu beiden Zeiten verwandelt sich der Platz — man kann die Gebäude tatsächlich sehen.
Was sich auf dem Platz und drumherum befindet
Die Astronomische Uhr — Orloj
Die Astronomische Uhr an der Südfassade des Alten Rathauses ist die Hauptattraktion des Platzes und verdient eine eigene ausführliche Seite. Kurz gesagt: Es ist ein mittelalterliches Meisterwerk der Technik aus dem 15. Jahrhundert, das gleichzeitig Sonnenzeit, Sternzeit, böhmische Zeit, die Position von Sonne und Mond und das Tierkreiszeichen anzeigt. Zur vollen Stunde (stündlich, 9:00–23:00 Uhr) treten bewegliche Figuren — die Apostel, der Tod, ein eitler Mann, ein Geizhals, ein Türke — aus Fenstern über dem Zifferblatt. Das Spiel dauert etwa eine Minute. Ob es die Menschenmassen wert ist, bleibt jedem selbst überlassen.
Der Turminnenraum und die Aussichtsplattform sind mit einem Ticket zugänglich (~6 € / 150 CZK). Mehr zur Uhr selbst auf der Detailseite unter /de/things-to-do/astronomische-uhr/.
Kostel Matky Boží před Týnem — Teynkirche
Die gotischen Zwillingstürme der Teynkirche (fertiggestellt um 1511) dominieren die Ostseite des Platzes, obwohl die Kirchenfassade tatsächlich hinter einer Häuserreihe vor dem Platz verborgen ist — eine Besonderheit, die dazu führt, dass viele Besucher 20 Minuten lang fotografieren, ohne den Eingang zu finden. Der Eingang liegt durch den Torbogengang unter dem als Týn-Schule bekannten Haus, links der hohen Häuser.
Im Inneren: ein schönes Barockinterieur (im 17. Jahrhundert stark umgestaltet), das Grabmal des dänischen Astronomen Tycho Brahe (der 1601 in Prag starb und hier begraben liegt) und ein gotisches Portal am Nordtor, das zu den schönsten der Stadt gehört. Eintritt kostenlos. Öffnungszeiten unregelmäßig, die Kirche schließt während der Gottesdienste — vorab prüfen.
Tipp: Die Türme fotografieren am besten von der Celetná-Straße aus, die östlich vom Platz verläuft, im Morgenlicht.
Kostel sv. Mikuláše — Nikolauskirche
Die weiße Barockkirche St. Nikolaus am Nordende des Platzes (nicht zu verwechseln mit der größeren Nikolauskirche auf der Kleinseite) wurde 1735 fertiggestellt und hat hervorragende Akustik. Abends finden hier regelmäßig Klassikkonzerte statt:
Klassikkonzert-Tour in der AltstadtDas Jan-Hus-Denkmal
Das große Bronzedenkmal in der Mitte des Platzes erinnert an Jan Hus, den tschechischen Theologen und Reformator, der 1415 auf dem Scheiterhaufen starb. Das Denkmal (1915) war damals umstritten und bleibt ein zentraler Ort des tschechischen Nationalbewusstseins. Einen näheren Blick wert für die Inschrift und die Qualität der bildhauerischen Arbeit.
Palais Kinský
Das rosa Rokoko-Palais auf der Ostseite des Platzes (Palác Kinských) beherbergt jetzt eine Zweigstelle der Nationalgalerie mit Wechselausstellungen. Franz Kafka besuchte das Gymnasium im Gebäude.
Jenseits der Uhr: was die anderen Gebäude des Platzes wirklich sind
Die Ostseite des Platzes — die dramatische Fassade, eingerahmt von den Teynkirchen-Türmen — ist in Wirklichkeit eine Reihe gotischer und barocker Bürgerhäuser, kein einzelnes Gebäude. Diese Häuser heißen „Haus zur Steinernen Glocke” (U Kamenného zvonu) — ein gotisches Turmhaus mit restauriertem Interieur aus dem 14. Jahrhundert, heute als Kunstgalerie genutzt — sowie die Týn-Schul-Häuser, die die Kirchenfassade verbergen. Diese Überlagerung von Jahrhunderten ist charakteristisch für den ganzen Platz.
Das meistfotografierte Eck, an der Nordwestkante, ist das Palais Kinský — eine rosa spätbarocke Fassade von 1765, entworfen von Kilián Ignác Dientzenhofer. Franz Kafka war Schüler am deutschsprachigen Gymnasium in diesem Gebäude. Sein Vater Hermann führte im Erdgeschoss ein Kurzwarengeschäft. Das Palais beherbergt jetzt die Grafik- und Zeichnungssammlung der Nationalgalerie.
Das Haus zur Steinernen Glocke (Nr. 13) ist es wert, für das gotische Steininterieur betreten zu werden. Die steinerne Glocke aus dem 14. Jahrhundert an der Ecke, die dem Haus seinen Namen gab, ist original; das Haus war zu Zeiten Johanns von Luxemburg ein Königspalast.
Ein Hinweis zum Inneren der Teynkirche
Besucher, die den Eingang durch den Týn-Schul-Durchgang finden, entdecken ein Inneres, das nach der Strenge des gotischen Äußeren überrascht: das Kirchenschiff ist gefüllt mit prächtigen Barockaltären, vergoldeten Reliquiaren und Deckengemälden, die nach 1620 im Zuge der Gegenreformations-Rekatholisierung Böhmens hinzugefügt wurden. Die ältesten Elemente — das gotische Nordportal (um 1390), der Zinnbaldachin über dem Hochaltar (15. Jahrhundert) und das Grabmal Tycho Brahes (der 1601 in Prag an Nierenversagen starb, angeblich weil er ein königliches Bankett nicht verlassen wollte, um sich zu erleichtern) — verdienen eine gezielte Suche.
Verschiedene Wege, den Altstädter Ring zu erleben
Private Wandertour
Für eine tiefere Lektüre der Gebäude und Geschichte des Platzes — ein Privatführer erzählt die Geschichten, die Tafeln weglassen:
Private Wandertour durch die Prager Altstadt mit Hotelabholung Geführte private Wandertour durch die AltstadthighlightsEinführungstour für Erstbesucher
Ein kompakter Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum — gut zur Orientierung am ersten Tag:
Prag: Top-Sehenswürdigkeiten und Einführungstour ins historische ZentrumKombiniertes Eintrittsticket (Burg, Judenviertel, Uhrenturm)
Für alle, die die großen drei an einem Tag abdecken möchten:
Prager Burg, Judenviertel und Uhrenturm: Kombi-EintrittskarteAbendkonzert in der Teynkirche
Klassikkonzerte finden regelmäßig im Inneren der Teynkirche statt — eine Möglichkeit, den Raum so zu erleben, wie er gedacht war:
Prag: Klassikkonzert in der TeynkircheSaisonale Hinweise
Weihnachten (Ende November bis 23. Dezember): Die Weihnachtsmärkte auf dem Altstädter Ring gehören zu den fotogenischsten in Europa. Zwei große hölzerne Marktdörfer füllen den Platz mit Kunsthandwerksständen, gebrannten Mandeln und Svařák (Glühwein). Die Astronomische Uhr ist mit Lichtern geschmückt. Das Gedränge ist enorm — 10:00–18:00 Uhr ist kaum zu bewegen. Der Platz um 7:00–8:00 Uhr an einem Dezembermorgen, mit Frost auf dem Pflaster und dem gerade aufbauenden Markt, ist einer der schönsten privaten Momente in Prag. Hotels Monate im Voraus buchen und 30–40 % höhere Preise erwarten.
Ostern (März–April): Die Ostermärkte (Velikonoční trhy) füllen den Platz für etwa zwei Wochen. Kleiner und ruhiger als Weihnachten, mit traditionellem Kunsthandwerk und Essen. Die Blumenstände sind besonders schön.
Sommerabende: Open-Air-Klassikkonzerte und gelegentliche Stadtveranstaltungen finden auf dem Platz statt. Die Kulisse — gotische, barocke und romanische Fassaden unter einem warmen Abendhimmel — ist atmosphärisch kaum zu übertreffen.
Winter außerhalb der Marktsaison: Januar und Februar sind die ruhigsten Monate. Der Platz im frischen Schnee, bevor der Touristentag beginnt, ist die Version, die Einheimische selten teilen, aber frühes Aufstehen rechtfertigt.
Insidertipps
Die 27 Hinrichtungskreuze: Die weißen Kreuze im Pflaster vor dem Rathaus markieren, wo 27 protestantische Anführer am 21. Juni 1621 hingerichtet wurden. Leicht zu übersehen unter den Füßen; es lohnt, sie bewusst zu suchen.
Die Celetná-Straße bei Morgengrauen: Die gotischen und barocken Fassaden der Celetná-Straße östlich des Platzes fotografieren im Morgenlicht am besten, mit nahezu keinem Fußgängerverkehr. Das Kubistische Haus zur Schwarzen Madonna (Dům U Černé Matky Boží, 2 Gehminuten entfernt) ist das einzige bedeutende kubistische Geschäftsgebäude in Prag.
Die Rathausaussichtsplattform: Der Turmaufstieg (~6 € / 150 CZK, per Aufzug) bietet einen Blick direkt von oben auf das Jan-Hus-Denkmal, die unregelmäßige Form des Platzes und — nach Norden — auf die Spitzen der Teynkirchtürme. Die meisten Besucher fotografieren vom Platz aus; nur wenige fotografieren den Platz von oben.
Der Astronomische-Uhr-Mechanismusraum: Im Turm-Eintritt inbegriffen, zeigt dieser Raum das eiserne Uhrwerk des Orloj — Gewichte, Hemmungen und Zahnräder. Interessanter als es klingt, und kaum jemand verweilt hier.
Essen und Trinken: was zu meiden ist, was lohnt
Die Restaurants mit Außenterrassen direkt am Platz gehören zu den teuersten in Prag, mit häufig enttäuschender Qualität. Budget 25–35 € pro Person für eine Mahlzeit hier; das Essen ist selten wert, was man zwei Straßen weiter bezahlen würde.
Bessere Alternativen eine Straße weiter:
- V zátiší (Liliová 1) — ordentliches tschechisch-internationales Essen ohne den Touristenaufschlag
- Lokál (Dlouhá 33) — der Referenzort für frisches Fass-Pilsner Urquell und gut gemachte tschechische Küche
- Kavárna Nová Scéna (Bartolomějská) — zuverlässiger Kaffee ohne den Platzaufschlag
Trdelník (der überall um den Platz verkaufte Schornsteinkuchen) ist keine tschechische Tradition, trotz seiner Allgegenwart. Er wurde in den 2000er Jahren kommerziell eingeführt. Er ist nicht unangenehm — nur Teig, Butter und Zimt —, aber kein authentisches Prager Lebensmittelerlebnis.
Tickets und Öffnungszeiten
- Platz: jederzeit geöffnet, kostenlos
- Astronomischer Uhrturm Innenraum und Galerie: ~6 € (150 CZK); täglich 9:00–22:00 Uhr (Montag ab 11:00 Uhr)
- Teynkirche: kostenlos; täglich außer während Gottesdiensten (ca. 10:00–13:00 und 15:00–17:00 Uhr, variabel)
- Nikolauskirche: Eintritt variiert (kostenlos oder kleine Spende); regelmäßige Konzerte abends
Welche Tour buchen
Für eine Führung über den Platz und seine Geschichte:
Altstadt, Judenviertel und Astronomische Uhr: WandertourFür eine fokussierte Tour über Platz und Uhr mit Audioguide:
Altstädter Ring und Astronomische Uhr: AudioguideFür eine breitere Orientierung über Altstadt und Judenviertel:
Altstadt und Judenviertel: 2-stündige WandertourFür die unterirdische Schicht der Altstadt — die mittelalterlichen Gewölbe unter dem Platz:
Altstadt, Astronomische Uhr und UntergrundtourAnfahrt
Metro: Staroměstská (Linie A, grün) — 4 Minuten Fußweg südlich entlang der Kaprova.
Straßenbahn: Linien 17 und 18 bis Staroměstská, dann kurzer Fußweg. Alternativ Linie 2 oder 14 bis Náměstí Republiky für die Ostseite der Altstadt, 5 Gehminuten.
Zu Fuß von der Karlsbrücke: Östlich über die Karlova-Straße — etwa 6 Minuten.
Zu Fuß vom Wenzelsplatz: Nördlich über Na Příkopě und Celetná — etwa 10–12 Minuten.
Fotografierhinweis
Die Domtürme fotografieren am besten von der Celetná-Straße aus, mit Blick nach Westen, im Morgenlicht. Die Türme erscheinen über der Häuserreihe in einer Distanz, die ihnen den richtigen Maßstab verleiht. Von innen auf dem Platz ist man zu nah und bekommt Verkürzungen. Für das vollständige Platzbild mit dem Jan-Hus-Denkmal an der Nordwestecke des Platzes stellen (Ecke Pařížská) und nach Südosten fotografieren — man erhält das Rathaus, die Kirche und Tiefenwirkung durch die Häuser hinter Hus.
Der Uhrturm bei Nacht (das Gebäude ist bis Mitternacht beleuchtet) ergibt einen bläulicheren, weniger orangen Farbton als bei Tageslichtaufnahmen.
Häufig gestellte Fragen zum Altstädter Ring
Ist der Altstädter Ring kostenlos zu besuchen?
Der Platz selbst ist kostenlos und dauerhaft zugänglich. Der Turmeingang hat eine kleine Eintrittsgebühr. Die Teynkirche kann während der Öffnungszeiten kostenlos betreten werden.
Wann führt die Astronomische Uhr ihr Spiel auf?
Stündlich von 9:00 bis 23:00 Uhr. Das stündliche Spiel dauert etwa 60 Sekunden. Es ist nicht nötig, mehr als 2–3 Minuten vor der vollen Stunde anzukommen.
Wo ist der Eingang zur Teynkirche?
Durch den Torbogengang (Týnská škola) rechts der Týn-Schule-Häuser auf der Ostseite des Platzes — nicht direkt vom Platz aus. Den Schildern durch den Tordurchgang folgen.
Gibt es Weihnachtsmärkte auf dem Altstädter Ring?
Ja — zu den bekanntesten in Mitteleuropa. Die Märkte laufen von Ende November bis zum 23. Dezember und ziehen riesige Menschenmengen an. Wunderschön, aber extrem belebt; Unterkunft weit im Voraus buchen und überall Premiumpreise erwarten.
Wie lange benötigt man auf dem Altstädter Ring?
30–45 Minuten, um den Platz zu erkunden und die Uhr zu sehen. Weitere Stunde, wenn man Rathausturm und Teynkirche betritt. Halber Morgen, wenn man es mit dem Jüdischen Viertel kombiniert.
Ist der Altstädter Ring sicher?
Im Allgemeinen ja, obwohl Taschendiebe in der Menge vor der Astronomischen Uhr zu Stoßzeiten aktiv sind. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten: keine Tasche unbeaufsichtigt lassen, Geldbörse in der vorderen Tasche tragen.
Was sind die 27 weißen Kreuze vor dem Rathaus?
Sie markieren die Positionen der Schafotte, auf denen am 21. Juni 1621 27 böhmische protestantische Anführer nach dem habsburgischen Sieg in der Schlacht am Weißen Berg hingerichtet wurden. Die Hinrichtung wurde als öffentliches Spektakel inszeniert und blieb jahrhundertelang ein bestimmendes Trauma im tschechischen Nationalbewusstsein.
Ist die Teynkirche kostenlos zu besuchen?
Der Eintritt ist während der Öffnungszeiten kostenlos (ungefähr Di–Sa 10:00–13:00 und 15:00–17:00 Uhr sowie sonntags nach der Messe). Die Kirche schließt während der Gottesdienste. Spenden werden erbeten. Der Eingang ist durch den Torbogengang des Týn-Schulgebäudes — nicht direkt vom Platz aus.
Wo genau befindet sich das Grabmal von Tycho Brahe?
Im nördlichen Seitenschiff der Teynkirche, nahe dem nördlichen Querarm. Es ist mit einer gravierten Steinplatte und einem kleinen bronzenen Portraitrelief markiert. Brahe starb im Oktober 1601 in Prag im Alter von 54 Jahren, während er als Hofastronom bei Rudolf II. diente.
Wie fotografiert man die Teynkirch-Türme am besten?
Von der Celetná-Straße aus, mit Blick nach Westen, im Morgenlicht. Die Türme erscheinen über der Häuserreihe in einer Entfernung, die ihnen den richtigen Maßstab verleiht. Von innen auf dem Platz ist man zu nah und erhält Verkürzungen. Auch der Blick vom Altstädter Brückenturm bietet einen guten erhöhten Winkel auf die Kirche.
Praktische Informationen auf einen Blick
- Adresse: Staroměstské náměstí, 110 00 Praha 1
- Öffnungszeiten: Platz jederzeit; Uhrenturm 9:00–22:00 Uhr (Mo ab 11:00 Uhr)
- Preis: Platz kostenlos; Uhrenturm ~6 € (150 CZK)
- Nächste Metro: Staroměstská (Linie A, grün)
- Nächste Straßenbahn: Staroměstská (Linien 17, 18)
- Offizielle Website: muzeumpraha.cz (Turmtickets)



